Normalerweise ist der Weg des Wassers für das Wasser ganz einfach: immer hinterher, immer in der Masse mitschwimmen und sich treiben lassen.

Im Bild ist das anders. Hier fließen nicht etwa zwei Flüße zusammen und dann Richtung Horizont. Nein, es ist umgekeht: der vom Horizont kommende Fluß gabelt sich.

Aquarell auf Papier, 32×24 cm, 58.

Das macht die Seine in Paris auch und bildet so die Ile de Cité, ehe sie wieder zusammenfließt. Das sind wenige Hundert Meter. Dieser Fluß hier aber gabelt sich für eine weite Strecke, ehe er schließlich auch wieder zusammenfindet und einfach gemeinsam weiter fließt, als ob nichts gewesen wäre. Es ist die Elbe. Vor Hamburg-Harburg teilt sich sich in die Norder- und Süderelbe und nur eine von beiden durchfließt den Hamburger Hafen: die schmalere Norderelbe (im Bild links). Die Süderelbe fließt am Havengelände vorbei, unter die Köhlbrandbrücke hindurch und direkt am Altonaer Fischmarkt wieder in die Norderelbe.

Tja, jedes Molekül Wasser muss sich deshalb entscheiden, wo es für sich lang geht. Einfach nur mitschwimmen klappt nicht!