Gleich mal vorneweg: dieses Bild ist ein Fake! Es ist mein Falschbeitrag, einfach, weil ich auch einmal mit einem Fake beitragen möchte. Offensichtlich leistet sich das inzwischen jede/r, da wollte ich auch dabei sein. Schließlich werden aus Fakes Wahrheiten gemacht…
Das Bild geht zurück auf eine Fotografie von Mara Brandl. Ich habe es in einer Zeitschrift gesehen und die dortige Quellenangabe zurückverfolgt. Leider konnte ich sie aber nicht finden. Weil Frau Brandl sowohl in Norwegen als auch in Österreich fotografiert hat, bleibt offen, um welchen See es sich handelt. Fest steht jedenfalls: so wie ich ihn gemalt habe, gibt es ihn nicht! Das erkennt der/die, der/die Natur genauer beobachtet sofort. Eine einfache Straße, wie von mir gemalt, wäre nie und nimmer in der Lage, den unablässigen Strom der autofahrenden Touristen zu bewältigen. In Wahrheit ist der See deshalb von einem Straßengewirr umgeben, das ich so nicht abbilden wollte. Deshalb Fake: diese Landschaft gibt es in dieser Idylle nicht (mehr). Ich konnte mich lediglich zu einem kleinen Parkplatz links des Schildes überreden. Diesen wiederum gibt es in Wahrheit nicht.

Das Schild gibt es zwar, aber nicht dort, wo ich es hingemalt habe. Ich habe es im Berchtesgadner Land entdeckt. Es trägt die (im Bild lesbare) Aufschrift:
Gleitschirmstartplatz
Bei Flugbetrieb
betreten aus
Sicherheitsgründen
verboten
Berchtesgadener Gleitschirmflieger e.V.
Das Schild und sein Pfosten hatten schon bessere Zeiten gesehen. Ein Drahtseil, das ursprünglich das Gleitschirmareal absperrte, lag nur noch als Rostlaiche herum. Also wieder ein Fake: das Schild hat nie dort gestanden, wo es jetzt sichtbar ist.
Und dass ausgerechnet von diesem wenig Vertrauen erweckenden Pfosten dieses Schildes jemand eine Hängematte zum nächsten Baum spannt, ist ebenfalls frei erfunden. Obwohl – ich kenne einen Gleitschirmflieger, der würde es tun, solange der Pfosten nicht allzusehr wackelt…
Wer letztlich auch immer in dieser Hängematte sitzt – es ist ein freier Mensch und dem gehört nicht nur mein Respekt, sondern auch mein Neid. Chapeau!
Karin
Das ist ein schöner Platz zum verweilen,sehr toll gemalt.
Der Maler
Nächsten Monat male ich ein Bild mit dem Titel „Im Nirgendwo“. Das zeigt einen noch interessanteren Platz zum Verweilen. Pass mal auf…
Bärbel
Ja, da würde ich auch gerne sitzen und den Sonnenuntergang genießen. Witzigerweise besitzen wir genau so eine rote Hängematte, die man einfach unterwegs zwischen zwei Bäumen befestigen kann.
Das Bild wirkt entspannt und abenteuerlich zugleich auf mich, Gleitschirm fliegen wäre aber wahrscheinlich bei der Auswahl an Landemöglichkeiten eine echte Herausforderung…
Rosel
Schön! Der Segeltuch mit dem Betrachter bringt sehr viel Leben in das Bild. Es gefällt uns!
TINA
Ich schließe mich den positiven Eindrücken absolut an.
Zudem überlege ich schon, wo das Bild in echt am Besten wirkt, d.h wo wir es aufhängen?
Ich bin begeistert ;-)) und danke dem Maler für das tolle Bild samt dem Freiheitserlebnis.
„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ (Albert Schweitzer (1875 – 1965) )
Emu
Es wirkt, als wäre die Hängematte direkt überm Abgrund gespannt. Wobei, vlt. ist es gar keine Hängematte – sondern ein Fallschirm. Ist ja auch viel schöner, so entspannt die Aussicht zu genießen, als da runterspringen zu müssen.
Gleitschirmflieger
Also ich würde sagen der Pfosten hält bestimmt auch noch eine weitere Hängematte aus, sodass sich zwei direkt übereinander hängen könnten … um dann anschließend gemeinsam runter zu gleiten! Sehr schön gemalt. 🙂