Wie das Leben am Boden abläuft, ist ja hinlänglich bekannt, schließlich ist jede/r von uns davon betroffen. Wie es in den Lüften abläuft, kann man zumindest im Ansatz beobachten. Bei den einen oder anderen unter uns führt das zu Neid, bei anderen zu Furcht und Angst, wiederum anderen ist eh alles völlig egal. Was wohl den Wenigsten bekannt ist, ist, dass es da oben tatsächlich ein Leben gibt. Also ein permanentes, nicht nur vorübergehendes. Da oben leben Tiere, die ihr gesamtes Leben oder zumindest große Teile davon verbringen, ohne je festen Boden zu berühren. Es gibt z.B. Schwalbenarten, die ihre ersten Jahre ausschließlich in der Luft verbringen und erst zum Nestbau und anschließenden Brüten das erste Mal das ausschließliche Fliegen einstellen. Warum also sollte es unten anders sein?

Acryl auf Leinwand,, 40×50 cm, 61. Vorlage: Foto aus Internet
(Abbildung nicht farbecht)

Vögel fliegen, Fische schwimmen. In der Regel ihr Leben lang. Es gibt aber auch Lungenfische, die an Land zurecht kommen und dort sogar eingegraben Trockenperioden überleben.

Wie auch immer und wo auch immer, oben, unten oder auf dem festen Boden. Das Leben läuft überall gleich ab: jeder frißt einen anderen. Und selbst wer sich vegetarisch ernährt ist niemals sicher. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist dieses Bild. Als ich es fertig gestellt hatte, waren 87 Fische zu sehen. Wenige Tage später waren es lediglich noch 76. Inzwischen ist es nur noch eine Handvoll und demnächst werden es noch 2 oder 3 große Fische sein. Dann hat das Fressen ein Ende, weil sich große Fische nicht gegenseitig fressen. Sie schwimmen dann ihre eigenen Wege und suchen sich neue Lichtstellen, die kleinere Fische anziehen. Dann beginnt das Fressen von vorne. Oben, unten Mitte – überall das Gleiche!