Seit jeher beobachtet der Mensch (und seine Vorfahren) die Natur. Und wohl schon immer mit Ehrfurcht. Im Laufe der Zeit hat er ihre Regelmäßigkeiten erkannt und sie in Form von für sie geltenden „Naturgesetzen“ festgehalten. Dabei hat sich sein Beobachtungsradius stetig weiter geöffnet und sich auf immer weitere Entfernungen erstreckt. Auch das Weltall ist schließlich Natur.
Dieses Beobachten und aus ihm zu lernen findet wohl nie ein Ende. Die heutige Wissenschaftstheorie hat es noch nicht einmal zufriedenstellend geschafft, den Begriff des Naturgesetzes exakt und einheitlich festzulegen. Sie ist sich lediglich einig darüber, mit Naturgesetzen alle beobachteten und beobachtbaren Regelmäßigkeiten und Vorgänge der Natur zu beschreiben, einschließlich derer, die bisher noch nicht entdeckt oder beschrieben wurden. Für sie alle gilt, dass der Mensch sie zwar beobachten, nicht aber nach seinem Willen beeinflussen kann.
Offensichtlich sind Naturgesetze universell und zeitunabhängig. Demzufolge sind sie auf das gesamte Universum in jedem seiner Entwicklungsstadien anwendbar. Es gibt bis heute keine Beobachtung, die diese Annahme in Frage stellen würde. Dies umfasst immerhin einen Beobachtungszeitraum von 13,5 Milliarden Jahren, also zurück bis zu dem Zeitpunkt, als aus der Singularität Materie, Raum und Zeit entstanden.
Trotz des Unfassbaren, das wir beobachten können, ist die innere Struktur der Natur äußerst harmonisch und abgestimmt. Ja, geradezu banal und einfach. Die Komplexität ergibt sich erst aufgrund ihrer Wiederholung und Kombinationsvielfalt. Betrachten wir dazu das, was wir berühren und anfassen können: Materie. Schon als kleiner Junge habe ich mich gefragt, wie oft man etwas teilen kann, bis schließlich nichts mehr übrig bleibt. Ich bin dieser faszinierenden Frage so intensiv nachgegangen, dass ich bereits in jungen Jahren über Atome Bescheid wusste. Bleiben wir bei diesem Erkenntnisgrad: jede Materie besteht aus Atomen. Ein Naturgesetz. Es gibt unterschiedliche Atome – große, kleine, leichte, schwere – aber jedes Atom ist eindeutig beschreibbar, weil es wiederum aus eindeutigen Bausteinen mit eindeutigen Eigenschaften besteht. Materie, die nur aus gleichen Atomen besteht, bezeichnen wir als Element. Gold besteht nur aus Goldatomen und Sauerstoff nur aus Sauerstoffatomen. Es kann demzufolge nur so viele Elemente geben, wie es unterschiedliche Atome gibt. Also: wieviele Elemente gibt es in der Natur, also hier auf der Erde und im gesamten Weltraum? – Nicht zu beantworten? Doch. Man kann es ausrechnen. Es kann nur begrenzt wenige unterschiedliche Atome geben. Nach heutigem Wissensstand sind es 118. Und diese Zahl – 118 – ist es, die mich von klein auf die Natur mit ganz besonderen Augen sehen ließ: alles, was zu sehen ist, ist eine Kombination aus 118 unterschiedlichen Atomen!
118. Auf unserer Erde sind es sogar noch weniger: Nur 94, genau genommen 83. Nur 83 Elemente sind primordial, also stabil und zerfallen nicht radioaktiv in andere Elemente. Die übrigen 11 kommen auf der Erde nicht (mehr) natürlich vor. Die Bemühungen der Evolution erstrecken sich also darauf, diese 83 Elemente so zu Molekülen zu kombinieren, dass Leben dadurch ermöglicht wird. Mit dem Tod beginnt dann ein gigantischer Recycling-Prozess – alles wird wiederverwertet.
118. Woher weiß man das? Weil man den Bauplan der Atome kennt. Das Periodensystem ist nach ihm organisiert. Es listet die Elemente 1 (Wasserstoff) bis 118 (Oganesson) nach ihrem Gewicht und chemischen Eigenschaften auf. Zu meiner Schulzeit hatte es noch Lücken. Es gab also noch Elemente, die nicht entdeckt waren, von denen man aber wußte, dass es sie gibt. Erst 2015 wurde die letzte noch fehlende Lücke geschlossen. Nicht primordiale Elemente wurden dabei lediglich für den Bruchteil einer Sekunde (15 Stellen nach dem Komma) künstlich erzeugt, ehe sie wieder zerfallen sind.
„Unendlich“ mag nach all den Naturbeobachtungen nach wie vor ein Maß für die Ausdehnung sein, Materie ist hingegen ernüchternd einfach. Aber nicht, wie sie entsteht. Wo kommen all die Atome für sie her? Hier betreten wir die Aura des Unerklärlichen. Weil Menschen aber Antworten bevorzugen, spricht die Religion vom Modell der Schöpfung und die Astrophysik von dem des Urknalls. Wie bei Modellen so üblich, erklären sie nur einen Teil des Ganzen und kommen schnell an ihre Grenzen. Aber den einen helfen sie zu glauben und den anderen zu zweifeln.
Albert Einstein war von der Harmonie der Naturgesetze und ihrem lückenlosen komplexen Ineinandergreifen so ehrfürchtig faszieniert, dass er eine überlegene Vernunft als Verursacherin nicht ausschließen wollte. Er entwickelte den Begriff der kosmischen Religion, um sein religiöses Gefühl der Bewunderung einordnen zu können. Er bezeichnete sich selbst als tief religiösen Ungläubigen.

Auch das Bild stellt lediglich 83 unterschiedliche Elemente dar. Irgendwo im Süden sind sie in dieser Form zu finden. Dort, wo das Wasser noch kristallklar ist und sich mitten im Wasser eine Untiefe gebildet hat, auf der dieser und weitere Steine zu finden sind. Und weil die Natur alles verwertet, hat sie den Platz des sichtbaren Steins optimal verwendet, um sich in voller Pracht zu präsentieren.
Alles in allem, ein überaus gelungener Einsatz vieler der 83 benötigten Atomsorten. So, wie sie aber miteinander kombiniert wurden, sind es für mich die schönsten Atome der Welt!
Zu diesem Bild gibt es auch eine Entstehungsgeschichte unter Die schönsten Atome der Welt
Letzte Kommentare
Bärbel
"Sehr sehr schön und idyllisch! "
Der Maler
"Danke für Deine Rückmeldung. Es freut mich, wenn Du Dich an Deine Heimat ..."
Uwe
"tolle Bilder vom Marienhof - Fischzucht. ....und 3 x Jagsttal-Idyll. meine Heimatregion ........für mich tolle ..."
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Der Wegweiser 1 – EinBlick auf und in meine Bilder
"[…] Bild habe ich vor 3 Jahren schon einmal gemalt (Der Wegweiser). Zumindest ..."
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"Die zwei hübschen kommen mir bekannt vor : ) sind zu uns geflattert "
Chris
"Sehr schönes Bild, Willi! Und ich hab auch noch was zum Trienzbach gelernt. ..."
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"Sehr schönes Bild! Und gute Frage, warum wir all das Leid auf der ..."
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"Also ich würde sagen der Pfosten hält bestimmt auch noch eine weitere Hängematte ..."
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Emu
"Es wirkt, als wäre die Hängematte direkt überm Abgrund gespannt. Wobei, vlt. ist ..."
TINA
"Ich schließe mich den positiven Eindrücken absolut an. Zudem überlege ich schon, wo das ..."
Rosel
"Schön! Der Segeltuch mit dem Betrachter bringt sehr viel Leben in das Bild. ..."
Der Maler
"Nächsten Monat male ich ein Bild mit dem Titel "Im Nirgendwo". Das zeigt ..."
Bärbel
"Ja, da würde ich auch gerne sitzen und den Sonnenuntergang genießen. Witzigerweise besitzen ..."
Karin
"Das ist ein schöner Platz zum verweilen,sehr toll gemalt. "
Der Maler
"Malen ist durchaus auch Arbeit, die verbindet. Mich und das Bild. Deshalb möchte ..."
Der Maler
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Emu
"Mir gefällt die "Abend"-Serie total gut. Sehr stimmungsvoll und zugleich friedlich. "
Emu
"Wahnsinn, wie viele Einzelschritte dahinter stecken. Ich mag das Bild sehr. "
Tina
"Lieber Maler, das könnte mein aktuelles Lieblingsbild werden. Ich habe ja das Glück ..."
Schwenninger Moos 2 – EinBlick auf und in meine Bilder
"[…] Variation eines bekannten Themas (Schwenninger Moos 1). Für die Variation sorgt allerdings ..."
Der Maler
"Verständlich. Ich bin aber nicht so eitel, dass ich mich selbst male. "
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Der Maler
"Hat es: gleich neben dem Wasserhahn, damit der Weg beim Gießen nicht so ..."
Emu
"Sehr stimmungsvoll - vlt. sollte die Sonne einfach nicht ganz untergehen.. "
Emu
"Ja, riesig. unser Flori, könnte sich also tatsächlich in das Blumenbeet reinlegen. Da ..."
Der Maler
"Danke für Deinen Kommentar. Ist Dir aufgefallen, wie riesig das Bild ist? "
Bärbel
"Super schön geworden! Die Farben harmonieren perfekt miteinander "
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"Tolle Bilder "
Name
"Ich bin beeindruckt, wie viele Möwen das geworden sind. Ein richtig tolles Bild! "
Name
"Endlich komme ich dazu, einen Kommentar für dieses schöne Bild zu schreiben :) ..."
Bärbel
"Wunderbares Bild, das weckt doch gleich die Sehnsucht nach dem Frühling in mir! "
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"Sehr schönes Bild und noch schönere Geste! Vielen Dank, das freut mich sehr. ..."
Der Maler
"Hallo Sophie, dein Kommentar gefällt mir. Ich habe tatsächlich ein paar Tipps für ..."
Sophie
"Mir gefällt das Bild sehr gut. Vielleicht kannst du mir in einem Minikurs ..."
Der Maler
"Du weißt ja. wo das Bild jetzt öfter sehen kannst, wenn du möchtest "
Bärbel
"Die Mohnblumen verschmelzen mit dem Sonnenuntergang...sehr stimmungsvoll und ein faszinierendes Farbenspiel! "
Bärbel
"Wow! Deine Geduld hat sich wirklich gelohnt, es ist eines meiner Lieblingsbilder geworden "
Der Maler
"Danke für Deinen Kommentar. Bei diesem Bild hatte ich eine Weile lang Bedenken, ..."
Bärbel
"Wieder ein tolles Bild! Besonders gut gefällt mir die Lebendigkeit der Wellen ..."
Inge
"Dieses Bild gefällt mir sehr gut! "
Inge
"Sehr schöne Farben, die gut zusammenpassen und die vielen feinen Details gefallen mir ..."
Inge
"Ich finde es wirklich beeindruckend, wie du die Sonne gemalt hast. Wenn man ..."
Samira
"Ein wunderschönes Bild, dessen Farben mich sehr fröhlich und positiv gestimmt haben :) "
Vögelchen
"Ich kann mir förmlich vorstellen, wie du dich dem Malen dieses Bildes hingegeben ..."
Chrisi
"Wirklich sehr sehr schöne Bilder! Das gefällt mir besonders gut. Hat etwas Magisches! "
L., Christiane
"Lieber ..., das sind wunderschöne Bilder! Und nebenbei herzlichen Glückwunsch zur Entdeckung der ..."
Roswitha H.
"Hättest du dem Kräutergartenbesitzer eines deiner Bilder gezeigt, wäre er vielleicht stolz gewesen, ..."
Emu
"Ein so detailverliebtes Bild bei dem so viel zu entdecken ist. Man sieht ..."
Emu
"Wunderschön! Die Farben sind so harmonisch und das rot des Segelbootes fängt den ..."
Emu
"Ich möchte in die Welle rennen und mittoben. Nächste Woche gehts ans Meer, ..."
Zeitmemory
"...einfach nur toll <3... LG, Zeitmemory "
Zeitmemory
"Die Fotografin verzeiht! ;) Wow! Toll! Du kannst wundervoll malen und Stimmungen umsetzen. Respekt! Liebe Grüße, ..."