Entgegen der Überzeugungen aller Flacherde-Anhänger (ja, die gibt es auch heute noch!) und sonstiger Querdenker (auch die wird es immer geben): die Erde ist eine Kugel und hat deshalb keinen wirklichen Anfang und auch kein tatsächliches Ende. Einen Beginn oder ein Ende unserer Welt gibt es deshalb nicht, allenfalls ein zeitliches, aber um das geht es nicht.
Dennoch kann man am Ende seiner langen Lebensreise durchaus am Ende der Welt ankommen – aber das ist etwas sehr Persönliches. Damit verbunden ist eine ganz persönliche Erkenntnissicht und ein ganz persönliches Ende der Welt. Mit diesem Bild stelle ich es euch vor: für mich strahlt nichts mehr Zufriedenheit und Ruhe aus als diese Landschaft. So sehe ich mein Ende der Welt. Dort möchte ich eines Tages ankommen und mich zuhause fühlen.

Acryl auf Leinwand, 60×40 cm, 100, Vorlage: Inspiriert von Hurtigruten.de.
(Außerhalb der Auflösung liegt die Angelschnur zum Schwimmer)

Für dieses Ziel bin ich aber noch nicht reif genug. Auf dem Weg dorthin muss ich ein erweitertes Bewusstsein entwickeln. Über die vollkommen innere Ruhe und Ausgeglichenheit, die dieser Ort zum Willkommensein erfordern, verfüge ich noch nicht. Die Verbundenheit mit dem Hier und jetzt ist noch zu intensiv an fadenscheinige Illusionen geknüpft. Ich muss noch lernen, der Wahrheit ins Auge zu sehen und sie zu akzeptieren. Erst dann verfüge ich über die Freiheit zu einem erweiterten Bewusstsein.

Natürlich geht es dabei um die Zukunft. Nicht nur um meine, sondern die aller. Und um die Vergangenheit, denn die Fehler der Vergangenheit werden in der Zukunft wiederholt. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Ich werte das als Beleg dafür, dass die Bereitwilligkeit des Menschen zu lernen erstaunlich begrenzt ist.

Aber die Umstände sind kompliziert! Ich werde versuchen, sie mit den nächsten vier Bildern näher zu erläutern. Möglicherweise wird man sie aber nie verständlich nachvollziehen können. Für die zu erwartende Komplexität der zukünftigen Realität ist unser eher auf Gemütlichkeit eingerichteter Verstand einfach nicht bereit oder ausgeprägt genug. Ich habe aber das Bedürfnis, mich zu positionieren. Ich möchte mir bewußt machen, wo ich stehe, damit ich überzeugt handeln kann und nicht irgendwelchen Vorstellungen hinterherrenne, die mir meine restliche Zeit vergeuden. Also: wie sehe ich mich in der Zukunft?

Die nachfolgenden Texte zur Serie enthalten Zahlenangaben. Hierbei handelt es sich um Fakten. Als Wikipedia-Spender habe ich sie guten Gewissens in der Regel dort entnommen – aber nicht immer. Manche sind der Presse entnommen oder dem einen oder anderen Buch. Ich habe auf Quellenangaben verzichtet, weil es sich um persönlichen Text handelt und nicht um wissenschaftlichen.