Der wohl größte Eisberg der Welt, A23a, hatte sich 1986 vom Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis gelöst, hing dann aber noch jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nach dem Loslösen im Jahr 2000 blieb er in zirkulierenden Strömungen gefangen ehe er sich – trara-traraaaa- heute befreite und ab jetzt nach Norden treibt.
Kannst Du Dir vorstellen, wie groß die Fläche von Berlin ist? Nimm die viereinhalb mal und schon hast Du eine Vorstellung von dem gefrorenen Wasser, das da durch die Gegend treibt. Ich kann Dir natürlich auch ausrechnen, wieviel Fußballfelder das sind – weil das gerade das aktuelle Maß für Sensationen ist – aber das wären so viele, wie Du Dir ohnehin nicht als Fläche vorstellen kannst. Auf jeden Fall wird es für Pinguine enger. Da haben Eisbären ja noch einmal Glück gehabt…

Acrylmischtechnik auf Papier, 24×32 cm,. Nach dem Titelbild von „Magazin zum Kirchenjahr“, 03/24, Michaelistag bis Dreikönigsfest

In den letzten Jahren war A23a einer permanenten Erosion ausgesetzt, dabei sind hübsche Eisbrücken entstanden, von denen sich jetzt eine auf der Reise ins warme Gefilde wunderbar romantisch im Gegenlicht der Sonne und dem Vorbeischippern eines Segelbootes malen läßt. Man soll sich ja schließlich an A23a erfreuen. Mal schauen, wie lange sein Guinnessrekord hält!