Und wieder heißt es: hinlegen und nach oben schauen. Himmel kann so neuartig, abwechslungsreich aber auch wechselhaft sein, dass man sich gar nicht so recht an ihn erinnern kann.

Diesen Himmel mag es irgendwann irgendwo einmal gegeben haben, gesehen habe ich ihn aber nie. Ich habe ihn wie ein Ingenieur konstruiert und dann nach und nach wie ein Baumeister verwirklicht. Noch nie habe ich an einem Bild so lange gemalt. Noch nie habe ich so viele Farbschichten übereinander gelegt wie hier. An manchen Stellen mögen es 20 sein, an den meisten aber mehr als 10.

Acryl auf Leinwand, 70×50. Inspiriert durch ein Foto aus dem Internet.

Dieses Bild fordert von seinen Betrachtern einen angemessenen Abstand: zu nah und es sieht nach Zufall aus, nach Gekleckse und groben Pinselstrichen. Dabei ist eher das Gegenteil der Fall: die meiste Zeit habe ich vor dem Bild mit einem 1ser Pinsel verbracht. Das ist ein Pinsel mit nur wenigen Haaren und für Linien im Millimeterbereich vorgesehen. Für mich war das eine tolle Erfahrung, die viel Geduld abverlangt hat.