Anschließend muss die spätere Bildoberfläche behandelt werden. Acryl-Farben, die für das Bild verwendet werden sollen, sind keine Dispersionsfarben: sie sind und bleiben lichtdurchlässig. Anders Dispersionsfarben. Sie sollen am liebsten nach bereits nur einem einzigen Farbauftrag auch den dunkelsten Farbuntergrund deckend überstrahlen. Dispersionsfarben lassen sich zwar mischen, aber der Farbeindruck entsteht immer von der zuletzt gemalten Farbschicht.
Da Acrylfarben nicht deckend sind, addieren sich alle Farbschichten einer Fläche zu dem Gesamteindruck, den das Auge wahrnimmt. Konsequenterweise gehört dazu dann auch die Farbe des Bildhintergrundes. In diesem Fall also nicht weiß, wie üblich, sondern die Farbe des Holzes. Das würde jede Farbe des zu malenden Motivs verfälschen und einen gewünschten Bildeindruck nicht zustande kommen lassen.

Nachdem das Holz geschliffen ist und die Kanten gerundet, wird es zunächst mit einer Holzgrundierung versehen. Die sorgt dafür, dass sich kein Blauschimmel bildet und Farbe nicht zu tief in das Holz einzieht. Anschließend wird es grundiert. Nicht mit Dispersionsfarbe, sondern mit normalem Acryl-Weiß. Da das nicht deckt, wird das immer wieder wiederholt. Im Bild sind bereits 4 Lasuren aufgebracht – aber das Ergebnis ist immer noch zu transparent. Weitere müssen deshalb noch folgen.