Wer kennt das nicht? Du kommst an den Strand, an dem du erst gestern warst und erkennst ihn nicht mehr! Diese Vielgesichtigkeit wirkt einfach berauschend; du musst wieder hin…

Das folgende Gesicht zeigt ein Strand nicht allzu oft. Und wenn, erinnert man sich gerne daran und wünscht sich Meer…

Dieses Bild ist ein Beispiel dafür, dass ein einfacher Fotoapparat gelegentlich überfordert ist. Ich habe es mehrmals bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen fotografiert – das Ergebnis war aber jedes Mal unbefriedigend. Der Reiz dieses Bildes – das Gold des Sonnenuntergangs – kommt einfach nicht rüber. Das Foto wirkt fast einfarbig, dabei ist es lebhaft bunt. Auch einzelne Strukturen werden nicht erfasst. Das Meer wirkt fast langweilig, dabei steckt gerade dort eine ganze Menge Zeit darin. Das Foto hat einen Blaustich. Die Wolken werden blau dargestellt, obwohl sie überwiegend in Schwarztönen gemalt sind. Kurz: das Original ist originaler als das Original-Foto!

Acryl auf Papier, 32×24 cm, Vorlage: Fotografie und Natur

Strandschauspiel
Mit letzter Kraft bekämpft der Tag
sein herannahendes Ende.
Die Hilfe der Wolken vermag
mit dem steifen Wind behände
diesen Kampf noch zu vergolden.
Dennoch: des Tages Ende blüht,
wenn der Schein der ew’gen Holden
am Meereshorizont verglüht.
Aus „Gereimtes und fest Verleimtes“, Draußen, Band 2