Es muss nicht immer gleich ein Fluss wie die Jagst sein, der schöne Motive abgibt. Oft genügt auch ein Bach. Das Erkennen der Motive liegt ohnehin am Betrachter, man kann durch das Paradies streifen, ohne es zu bemerken! Der Trienzbach ist – wie es der Name bereits sagt – ein Bach. Mal mit vielem Wasser, wie im Augenblick, mal mit weniger. Er entspringt im Odenwald in der Nähe von Trienz, fließt dann durch sein idyllisches Tal und mündet schließlich in die Elz, die wiederum 10 km später in den Neckar mündet. Ich beginne meine Bachbegleitung heute entgegen seiner Fließrichtung kurz vor der Mündung in die Elz. Dort befindet sich nicht nur eine Mühle, sondern auch eine Forellenzucht. Und zwar schon ziemlich lange, nämlich seit 1899.

Acryl auf Papier, 32×24 cm, 30.

Der Urgroßvater hat sie gegründet, der Großvater erweitert, der Vater erhalten und gepflegt und der Sohn 2013 schließlich übernommen. Tradition, wie sie im Buche steht! Und all die Zeit ist das Wasser des Trienzbachs durch die Fische hindurchgeflossen, die hier verkauft werden.

Denk an die Gesundheit
Ein Hai ein Heringsmädchen sah,
das war zuvor noch niemals da.
Ihr Körper war gut durchtrainiert,
kein Fett am falschen Ort platziert,
kein Fältchen, wo’s nicht hingehört,
kein Muskel, der die Schönheit stört.
Ihr Blick war reine Augenzier,
sie anzusehen ein Pläsir.

Wen wundert’s, dass der Hai sodann
der Schönen schnell entgegenschwamm
und ihr mit seiner Leidenschaft
das so gesunde Leben rafft?

Nach diesem kleinen Lustverzehr
kramt er die Lehre Vater’s her,
die oft gehört aus seinem Mund:
„Iss Fisch, mein Sohn, Fisch is(s)t gesund.“
Aus meinem Buch „Gereimtes und fest Verleimtes“, Tiere sind auch nur Menschen, Band 1