Warm in eine Decke gehüllt, habe ich verfolgt, wie die Schweden über einen längeren Zeitraum hinweg mit Temperaturen von unter -20 Grad zurecht kommen mussten. Selbst für Schweden war dies extrem und herausfordernd. Ich war froh, dass mir meine Fernsehdecke zum Wärmen ausgereicht hat. Von der Coach aus hat mich dann aber doch interessiert, welches Wetterphänomen für diese Temperaturen verantwortlich war. Dabei habe ich dieses Bild entdeckt und war fasziniert.

Acryl auf Leinwand, 40×40, 103. Nach einem Foto aus dem Internet

Die Farbe der vermeintlichen Wärme, die die Stimmung ausstrahlt, ist äußerst tückisch: sie ist absolut kalt. Sie hat nichts zu tun mit der Wärme, die einen Sonnenauf- oder untergang begleitet, sondern mit irisierendem Wasser, das sich in den dünnen Wolkenschichten befindet. Je nach Perspektive erscheint das gebrochene Licht in einer anderen Farbe.

Damit es dazu kommt, muss die Sicht bis in die Stratosphäre klar sein. Das ist bei extremen Temperaturen der Fall. Dann ist der Blick frei auf Wolkenschichten, die sich 20 bis 30 km von der Erde entfernt befinden. Und dort oben ist es eben kalt! Die Minus 20 Grad am Boden sind da ein Klacks! Etwa Minus 80 Grad ist sind es da oben. Dort verhält sich Wasser anders als in bodennahen Wolken. In der Folge kommt es zu anderen Farbeffekten als wir sie kennen. Die sie aussendenden Wolken nennen Meteorologen Perlmuttwolken. In Polarnähe nichts Ungewöhnliches, genauso wie Polarlichter – die entstehen allerdings aufgrund einer anderen Ursache.