Wieder einmal ist es Abend, inzwischen zum elften Mal. Und wieder einmal wäre ich gerne dort, wo sich die Natur so prächtig präsentiert. Ich würde mich freuen: der Tag danach wird wunderschön werden…

Ich weiß, wo das Foto aufgenommen wurde: in Schleswig-Holstein, auf der Höhe von Helgoland mit Blick dorthin. Helgoland ist aber viel zu weit weg, um es erkennen zu können. Da nützt auch das eingesetzte Teleobjektiv nichts. Der Horizont rückt dadurch aber deutlich nach vorne, so dass die eigentlich unscheinbare Wolkenformation grandios zur Geltung kommt. Tja, die Fotografin verstand ihr Handwerk! Chapeaux!

Acyl auf Leinwand, 60 x 40 cm, Vorlage: Fotografie. 79

Dieses Bild erforderte bereits bei seiner Fotografie Geduld. Ich bin mir sicher, zwei Minuten vorher oder zwei Minuten nachher machten den entscheidenden Unterschied. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, mich in den Himmel zu vertiefen. So einen malt man nicht alle Tage.

Weil ich das Bild verschenken werde, habe ich einen Zwischenstand festgehalten. Für den neuen Besitzer kann es ja interessant sein, zu erfahren, wie das Bild sich zeitlich entwickelte. Das Bild entstand zunächst vollflächig: ich habe zusammen mit dem Himmelhintergrund auch das Wasser skizziert. Anschließend habe ich mich auf den Himmel konzentriert, danach auf das Wasser. Das Wasser im fertigen Bild erscheint nur deshalb dunkler, weil mit viel Ausdauer dunklere Wellen aufgetragen wurden.

Zwischenstand

Zum Schluss folgten dann die obligatorischen „100 letzten Striche“.