Sardinien? Das soll ein Teil von Sardinien sein? Ja, mal‘ das mal!

Lava und Meer. Das könnte überall sein, habe ich mir gedacht. Zumal ich einmal auf einer der Liparischen Inseln, Vulcano, war – und dort wurde Lava ja geradezu geboren. Dann aber kamen mir doch Zweifel…

Sardinien

Acryl auf Leinwand, 30×40 cm, Vorlage: Frei nach einer Fotografie. 38

Die Farbe des Wassers richtetet sich nach dem, wie das Licht von ihm gebrochen wird und was es davon an unsere Augen zurück reflektiert. Deshalb ist tiefes Wasser in aller Regel blau. Erreicht das Licht jedoch den Wassergrund, wird es von dort auch wieder an unser Auge zurück geschickt und bestimmt dadurch den eigentlichen Farbeindruck. Ein Fluss wird grün oder braun, eine Pfütze auf Asphalt schwarz und Wasser in einem Glas unsichtbar.

Und deshalb ist Sardinien eben auch nicht Vulcano! Die Lava auf Vulvano ist allgegenwärtig: sie wurde zu Erde und zu Sand erodiert. Das Land und die Strände sind deshalb schwarz und als ich sie barfuß durchstreift habe, hatte ich mich immer wieder überzeugen müssen, dass meine Füße dabei sauber geblieben sind. Ist aber der Sand schwarz, ist es das Wasser auch.

Die Küste von Sardinien hat es geschafft, hellen Sand herbeizuschaffen und fest zu halten. Ein guter Teil davon dürfte aus Afrika stammen. Heller Sand, am besten weiß und Meer darüber ergibt eine farbliche Wahrnehmung, die uns Menschen geradezu magisch anzieht und direkt ins Herz geht: Türkis.

Deshalb sieht man auf Sardinien türkisenes Wasser und auf Vulcano nicht…