Während einem meiner ersten Urlaube als junger Erwachsener bin ich durch einen kleinen Teil der Provence gefahren. Damals in einer Diane 6 – einer Edelente – mit 28 PS. Langsam und mit offenem, zusammengerolltem Verdeck. Ich war in einer mir bisher völlig unbekannten Duftwelt. Lavendelduft vermischte sich mit dem Duft angrenzender Kräuterfelder, von weiter her war ein zarter Pinienduft wahrnehmbar. Es war irgendwie magisch. Als ich viele Jahre später das Buch „Das Parfüm“ las, wurde ich immer wieder an diese Magie zurückerinnert.

Und auch, als ich ein Bild im Internet sah, das zwar nicht unbedingt die Provence-Situation widergibt, – damals waren es riesige Felder von in Reihen gepflanzter Lavendelbüschen – aber ein Weg durch ein Lavendelhain tut es eben auch. Ich bilde mir jedenfalls ein, beim Malen den Duft vergangener Tage erneut zu erleben.

Acyl auf Leinwand, 60 x 40 cm, Vorlage: Nach einer Fotografie aus dem Internet. 68

„Mein Lieblingsbild“, sagt meine Frau auf Anhieb. Das habe ich auch noch nicht erlebt…